Maltas Fakten - Kultur und Welterbe

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Daten, Statistiken und Fakten Teil III:

Bühmte Persönlichkeiten

Agatha Barbara geb. 1924 Ministerin und Staatspräsidentin

Giuseppe Cali 1846 - 1930 Maler / Künstler

Gerolamo Cassar 1520 – 1586 Architekt

Manül de Fonseca 1741 – 1773 
Grossmeister des Johanniterordens

Lorenzo Gafà 1630 – 1704 Architekt

Wolfgang Philipp 1647 – 1733 Ordensritter

Dun Karm 1871 – 1961 Schriftsteller

Dominic Mintoff geb. 1916 Premierminister

Ramon Perellos 1697 – 1720 Grossmeister des Johanniterordens

Mattia Preti 1613 - 1699 Maler / Künstler

Roger de Hauteville 1031 - 1101 Graf

Antonio Sciortino 1879 - 1947 Bildhaür

Gerald Strickland 1861 - 1940 Politiker

Jean Pasisot 1494 - 1568 Grossmeister des Johanniterordens

Alof de Wignacourt 1601 - 1622 
Grossmeister des Johanniterordens

Die Geschichte

Auf den Inseln der Republik Malta finden sich Spuren einer Jahrtausende alten Geschichte. Sie reichen von den ersten monumentalen steinzeitlichen Tempelanlagen über römische Gräber und Katakomben bis zu den Wehranlagen des Malteserordens. Malta stand unter dem Einfluss vieler Kulturen.

Im Altertum entwickelte sich auf Malta eine fortschrittliche neolithische Tempel- kultur (ab 3600 v. Chr.), gefolgt von den Phöniziern und Karthagern, den Römern und den Byzantinern.

Im Jahr 60 n.Chr. erlitt der Heilige Paulus auf seinem Weg nach Rom vor den Inseln Schiffbruch und brachte Malta das Christentum.

Zwischen 870 und 1090 war die Insel von nordafrikanischen Arabern besetzt., doch wurde die Insel weitere 900 Jahre lang von verschieden europäischen Herrschern regiert.

Im 9. Jahrhundert, als die Inseln zum Byzantinischen Reich gehörten, wurde die Inselgruppe von den Arabern erobert.

Im 11. Jahrhundert gingen die Inseln an Sizilien und 1282 an Spanien.

Bis 1530 gehörte Malta zu Sizilien - die Normannen, die Aragoneser und andere Eroberer, die über Sizilien herrschten, regierten gleichzeitig die maltesischen Inseln.

1530 gab der spanische König die Inseln an den Johanniterorden, dessen katholischer Zweig heute als Malteserorden firmiert. Der Orden des heiligen Johannes zu Jerusalem zu Rhodos und zu Malta (früher auch als Hospitalier bezeichnet) verstärkte die Befestigungsanlagen am Hafen und verteidigte die Insel erfolgreich gegen osmanische Angriffe (Die große Belagerung, 1565).

Als deren Konsequenz wurde 1566 die Festungsstadt Valletta (benannt nach dem Großmeister Jean Parisot de la Valette) gegründet.

1798 musste der Orden kampflos französischen Revolutionstruppen unter Napoleon weichen. Napoleon Bonaparte übernahm Malta auf seinem Weg nach Ägypten von den Rittern. Die Gegenwart der Franzosen auf den Inseln war jedoch nur von kurzer Dauer: Die Engländer, von den Maltesern gegen die Franzosen zu Hilfe gerufen, errichteten im Jahr 1800 eine Blockade der Inseln. Die britische Herrschaft auf Malta dauerte dann bis 1964, dem Jahr der Unabhängigkeit.

1947 wurde dem Land die Selbstverwaltung als parlamentarische Demokratie gewährt.

1964 erhielt Malta die volle Unabhängigkeit von Großbritannien.

1974 deklarierte Malta sich als Republik.

2004 trat Malta der Europäischen Union bei.




 
Daten, Statistiken und Fakten...

Die Nationalhymne

Im Jahre 1922 wurde Dr. Laferla auf seiner suche nach einer Hymne fündig. Ein Dr. Samut hatte ein unaufgeführtes Stück komponiert. Dun Karm Psaila, ein beliebter Priester mit dichterischen Ambitionen schrieb zu dieser Melodie einen Text in Form eines Gebetes.

Uraufführung von L-Innu Malti („Schütze es, o Herr“) war am 3. Februar 1923. Seit 1945 ist dieser Titel die offizielle Nationalhymne der Republik Malta.

Text:
Lil din l-art helwa, l-Omm li tatna isimha,
Hares, Mulej, kif dejjem Int harist:
Ftakar li lilha bl-ohla dawl libbist.

Aghti, kbir Alla, id-dehen lil min jahkimha,
Rodd il-hniena lis-sid, sahha 'l-haddiem:
Seddaq il-ghaqda fil-Maltin u s-sliem.

Übersetzung ins Deutsche

Schütze es, O Herr, wie Du es immer beschützt hast,
Dieses Mutterland; dieses gute, dessen Namen wir tragen!
Behalte es in Erinnerung, das Du so schön erschaffen hast!
Möge er, der regiert, für seine Weisheit geachtet werden;
Unter der Gnade des Herrn die Stärke im Menschen wachsen.
Stärke uns alle in Einheit und Frieden!

Die Gesellschaft

Im Verlauf der langen und bewegten Geschichte Maltas kamen die Menschen Maltas in Kontakt mit den vielen Völkern, die das Mittelmeer beherrschten.

Diese Beziehungen zu Menschen mit so vielen unterschiedlichen Kulturen liessen die Malteser zu einer der kosmopolitischsten Nationen der Welt werden. Die Menschen Maltas haben Wesenszüge entwickelt und gepflegt, durch die sie sich als ein friedliebendes Volk mit einem ausgeprägten Sinn für Gastfreundschaft auszeichnen.

Ein anderer Charakterzug ist ihr heiteres Wesen, das hauptsächlich dem angenehm warmen Klima mit Sonnenschein das ganze Jahr über entspringt. Aus dem gleichen Grund erfreuen sich die Malteser eines sehr hohen Gesundheits- standards.

Malta und die EU Statistiken

Malta hat Luxemburg als kleinstes EU-Land abgelöst.

Maltas Strasse sind die sichersten.
Laut Statistik haben die Malteser die sichersten Strassen aller EU- Mitgliedsstaaten. Als Grundlage wurden Unfälle mit Todesfolge heran- gezogen.  Diese wurden hochgerechnet auf eine Million Autos, die Länge des Straßennetzes und die Bevölkerungszahl.

Maltas Frauen sind die besseren Autofahrer
Auf Malta sitzen mehr Frauen hinter dem Steuer, als in anderen EU Ländern.

47% der Schüler verlassen zu früh die Schule!
Die EU Statistik besagt, dass 47% aller Schüler die Schule frühzeitig verlassen. Damit ist Malta wiedereinmal das Schlußlicht der Statistik.

Maltas Autos sind Schrott.
So besagen Unter-suchungen über das durchschnittliche Lebensalter von registrierten Autos auf Malta. Ein Auto muss dazu dienen von A nach B zu gelangen, daher ist es für viele Malteser kein Staussymbol. Seit dem EU- Beitritt verschwinden aber immer mehr alte Autos von den Straßen.

Die Bewohner von Malta haben ein schwergewichtiges Problem.
Laut Statistik haben die Malteser die meisten Probleme mit Übergewicht aller EU-Mitgliedsstaaten.

Maltas Frauen heiraten später.
Mit einem durch- schnittlichen Heiratsalter von 28,2 Jahren, heiraten maltesische Frauen später als die Deutschen.

Maltas Männer sterben früher.
Die durchschnittliche Lebenserwartung von maltesischen Männern ist auf 76 Jahre gestiegen. Die der Frauen auf 82 Jahre. Damit übernimmt Malta einen Spitzenwert in der EU.



Kultur und Welterbe

Die Kultur

Mit ihrer siebentausendjährigen Geschichte sind die maltesischen Inseln von kulturellem und geschichtlichem Erbe geradezu durchdrungen. Die Inseln erlebten in der Jungsteinzeit ein goldenes Zeitalter, dessen Überreste die geheimnisvollen, der Fruchtbarkeitsgöttin geweihten megalithischen Tempel sind. Später kamen die Phönizier, Karthager, Römer und Byzanthiner - sie alle haben auf den Inseln ihre Spuren hinterlassen.

In der kleinen Republik Malta stehen Kirchen mit zwei der drei größten freitragenden Kuppeln Europas. Die Johannes dem Täufer gewidmete Rotunda von Xewkija (Gozo) besitzt die zweitgrößte freitragende Kuppel Europas und gilt als die drittgrößte Kuppelkirche des Kontinents. Sie wird gefolgt vom Dom zu Mosta auf Malta selbst.

Karl V. übergab Malta dem Souveränen Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem, der von 1530 bis 1798 über Malta herrschte. Die Ritter führten Malta durch ein neues goldenes Zeitalter und machten das Land zu einem Hauptdarsteller auf der kulturellen Bühne Europas im 17. und 18. Jahrhundert. Das künstlerische und kulturelle Leben der Inseln wurde bereichert durch die Anwesenheit von Künstlern wie - unter vielen anderen - Caravaggio, Mattia Preti und Favray, die von den Rittern mit der Ausschmückung von Kirchen, Palästen und Residenzen beauftragt wurden.

Dieses im Mittelmeerraum einzigartige Vermächtnis spiegelt sich in der Nationalarchitektur und in den Kunstsammlungen des Landes wider. Überall gibt es Zeugnisse des kulturellen Erbes zu entdecken - den Großmeisterpalast, ein Meisterwerk aus dem 16. Jahrhundert, heute der Sitz des Parlaments; die "Sacra Infermia", die heute ein komplett ausgestattetes Konferenzzentrum ist; das St. James Centre for Creativity, eine hervorragend restaurierte Festungsanlage, wo zeitgenössische Kunstwerke einen reizvollen Kontrast zu den grobstrukturierten Originalmauern und wiederentdeckten Räumen bilden. In diesen Gebäuden erteilen Vergangenheit und Gegenwart gemeinsam eine andauernde, einprägsame Lektion in Lebenskunst.

Die bildenden Künste haben in Maltas Kultur schon immer eine große Rolle gespielt, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Kulturelle Veranstaltungen stehen regelmäßig auf der Tagesordnung. Im National Museum of Fine Arts, das in einem überschäumenden Rokoko-Gebäude aus den 1570er Jahren untergebracht ist, sind großartige Kunstwerke von der Frührenaissance bis zur Moderne ausgestellt. 

Welterbe

Aus Malta sind bislang drei Denkmäler in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen worden: Die Hauptstadt Valletta, die Tempelanlage von Ġgantija sowie das Hypogäum von Ħal-Saflieni.

Insgesamt befinden sich sieben Megalithtempel auf den Inseln von Malta und Gozo; jeder von ihnen zeigt eine eigene Entwicklung. Die beiden Tempel von Ggantija auf der Insel Gozo zeichnen sich durch ihre riesigen Strukturen aus dem Bronzezeitalter aus. Die Tempel von Ggantija sind die ältesten, freistehenden Monumente der Welt und sind das Zeugnis für die Bewohnung der Inseln zu einer Zeit, die wenigstens 1000 Jahre vor der liegt, zu der die berühmten ägyptischen Pyramiden gebaut worden sind.

Auf der Insel Malta selbst befinden sich mit den Tempeln von Hagar Qim, Mnajdra und Tarxien einzigartige, architektonische Meisterwerke, wenn man die begrenzten Möglichkeiten der Erbauer in Betracht zieht. An den Strukturen von Ta' Hagrat und Skorba kann man sehen, wie in jener Zeit Tempel auf Malta gebaut wurden. Diese Tempel sind als Gruppe in der Liste des Weltkulturerbes eingetragen und bezeugen eine einzigartige Baukunst und Tradition, die ihre Blüte zwischen 3600 und 2500 v. Chr. auf den maltesischen Inseln erfuhr.

Das Hal Saflieni Hypogeum ist eine Höhlenstruktur, die sowohl als Zufluchtsstätte als auch als Friedhof von den Tempelerbauern genutzt wurde. Entdeckt wurde es 1902 bei Bauarbeiten.  Die drei unterirdischen Ebenen gehen auf die Zeit von 3600 bis 2400 v. Chr. zurück. Das Monument wird als eines der maßgeblichsten, vorgeschichtlichen Denkmäler der Welt angesehen.

Die Hauptstadt von Malta, Valletta, ist untrennbar verbunden mit dem militärischen und karitativen Orden des Hl. Johannes von Jerusalem. Sie wurde in Folge von Phöniziern, Griechen, Karthagern, Römern, Byzantinern, Arabern und dem Orden der Ritter des Hl. Johannes beherrscht. Valletta besitzt 320 Monumente auf einer Fläche von 55 Hektar und bietet somit eine der höchsten Konzentrationen an historischen Stätten der Welt.

Ħal Saflieni Hypogeum

Das Hypogeum (der Name bedeutet unterirdische Höhle) ist ein einzigartiges Monument und ein grandioses Beispiel für Architektur nach unten.  Bei den Ausgrabungen wurden enorme Mengen an archäologischen Funden gemacht, wie Tonware, menschliche Knochen, Schmuck aus Perlen oder Amuletten, kleine geschnitzte Tiere und größere Statuetten.

Das Hypogeum besteht aus Hallen, Räumen und Gängen, die aus dem lebendigen Fels geschlagen wurden und eine Fläche von etwas 500 Quadratmetern bedecken. Die ausgehöhlten Räume sind von verschiedenem Grundriss und Größe und von verschiedener handwerklicher Qualität. Die Struktur ist in drei Stockwerken gruppiert – das obere Stockwerk (3600 – 3300 v. Chr.), das mittlere Stockwerk (3300 – 3000 v. Chr.) und das untere Stockwerk (3150 – 2500 v. Chr.). Der tiefste Raum im untersten Stockwerk liegt 10,6 Meter unter dem Straßenniveau.

Im oberen Stockwerk finden wir eine enorme Höhle mit einem zentralem Durchgang und Grabkammern auf beiden Seiten. Im mittleren Stockwerk befinden sich verschiedene Räume, die so fein herausgearbeitet wurden, dass man den Eindruck von Mauerwerk hat.

Um den Erhalt der Stätte zu sichern, wird das Mikroklima exakt reguliert. Aus diesem Grund werden pro Tag höchstens 80 Besucher zugelassen.

Kontakt: Hal Saflieni Hypogeum, Burial Street, Paola PLA 03, Malta Tel: (+356) 21805018/9 Fax: (+356) 21805021

 

Die Megalithtempel von Malta

Es gibt sieben Megalithtempel auf Malta und Gozo, der älteste geht auf die Zeit von 5000 v. Chr. zurück.

Die ältesten, freistehenden Tempel der Welt befinden sich bei Ġgantija auf der Insel Gozo; besonders bemerkenswert ist die gigantische Struktur aus der Bronzezeit.

Auf Malta befinden sich der Ħagar Qim (dekoriert mit Tieren und Göttern, die aus Feuerstein und Obsidian geschnitzt wurden), und die Tempel Mnajdra und Tarxien, einzigartige Meisterwerke der Architektur, wenn man die limitierten Möglichkeiten der Erbauer in Betracht zieht. Die Strukturen von Ta’ Ħaġrat und Skorba zeigen die Entwicklung der Tradition des Tempelbaus auf Malta.

Ġgantija

Die Ggantija Tempel in Xaghra, Gozo, sind eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Welt und gehen auf die Zeit von 3600 bis 3200 v. Chr. zurück. Aufgrund der gigantischen Maße der Megalithen glaubte die Bevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten, dass diese Tempel das Werk von Riesen waren. Der Name dieses besonders großen Tempels auf Gozo bezeugt diese antike Legende: Ggantija ist das maltesische Wort für Riese.

Der Megalith-Komplex von Ggantija besteht aus zwei Tempeln, umgeben von einer massiven Grenzmauer,  erbaut mit der Technik von Bindern und Läufern, wobei einige der Megalithen länger als fünf Meter und mehr als 50 Tonnen schwer waren. Die Tempel wurden aus groben, korallinen Kalksteinblöcken erbaut und haben fünf Apsiden, die durch einen zentralen Korridor verbunden sind, über den man in den innersten Bereich mit einem Kleeblattbogen kommt.

Kontakt: Ggantija Temples, Temples Street, Xaghra, Gozo Tel: (+356) 21553194 Fax: (+356) 21550107

 

Mnajdra

Der Komplex von Mnajdra besteht aus drei Tempeln, die um einen ovalen Vorplatz angeordnet sind. Der erste und älteste der Tempel geht auf die Zeit von 3600 – 3200 v. Chr. zurück, während der beeindruckenste der Tempel, der Dritte, in der Zeit von 3150 – 2500 v. Chr. erbaut worden ist. Er ist wahrscheinlich der besterhaltene der Inseln. Das Mauerwerk bezeugt das Wissen von komplizierter Bautechnik und die überragenden handwerklichen Fähigkeiten seiner Erbauer.

Als letzter ist der mittlere Tempel erbaut worden und wurde in erhöhter Position zwischen die zwei anderen gesetzt. Der untere Tempel weist eine besondere astronomische Ausrichtung auf; am Tag des Äquinoktium (20. März und 20. September) fallen die Sonnenstrahlen genau durch bestimmte Bereiche des Tempels ein.

Kontakt: Mnajdra Temples, Qrendi, Malta Tel: ( 356) 21424231 Fax: ( 356) 21244231

 

Ħagar Qim

Der Tempel von Hagar Qim (etwa 3600 - 3200 v. Chr.) steht auf einem Hügel mit weiter Sicht über das Meer und die Insel Filfla. Der Tempel selbst besteht aus einem Bauteil, aber man ist sich nicht sicher, ob die originale Struktur vier oder fünf Apsiden vorsah.

Weitere Tempelruinen befinden sich nur wenige Meter vom Haupttempel entfernt und der Vorplatz und die Fassade sind in der typischen Form der Tempel gehalten, die wir auf den Inseln finden. Besonders bemerkenswert sind die größeren Orthostats der Ecken, die extra behauen sind, um die zweite Reihe der horizontalen Läufer aufzunehmen.

Bei den Ausgrabungen von Hagar Qim wurden weitere interessante Funde gemacht, wie ein bemerkenswert verzierter Säulenaltar, zwei Tischaltare und einige der ‘fat lady’ Statuen, die im Nationalmuseum für Archäologie ausgestellt sind.

Kontakt: Hagar Qim Temples, Qrendi, Malta Tel: ( 356) 21424231 Fax: ( 356) 21244231

 

Skorba Tempel

Skorba umfasst zwei Tempelruinen, die während der ersten zwei Phasen archäologischer Ausgrabungen im frühen 19. Jh. und im 20. Jh. unberührt geblieben waren.

Bei Skorba wurde in der Zeit von 3600 – 3200 v. Chr. ein typischer Drei-Apsiden Tempel auf den Resten eines Dorfes gebaut, das aus der Zeit von 5000 – 4300 v. Chr. stammte. In der Zeit von 3150 – 2500 v. Chr. wurde östlich davon ein weiterer Tempel errichtet, der bei seiner Entdeckung in deutlich schlechterer Verfassung war; aber man kann erkennen, dass er aus vier Apsiden und einem zentralen Gewölbe bestand.

Skorba war bereits lange vor dem Tempelbau bewohnt und die frühesten Strukturen der Stätte werden der Zeit von 5000 – 4300 v. Chr. zugeschrieben. Im Bereich Richtung Osten befinden sich zwei Räume, die auf die Zeit von 4400 – 4100 v. Chr. zurückgehen. Die Unebenheit des Bodens und das Fehlen von Feuerstellen scheinen einen Gebrauch als Wohnbereich auszuschließen.

Eine Gruppe von Statuetten, die im nördlichen Raum gefunden wurden, deutet eher darauf hin, dass das Gebäude religiösen Funktionen diente.

Kontakt: Skorba Temples, St Anne Square, Zebbiegh, Mgarr, Malta Tel: (+356) 21580590

 

Ta' Ħaġrat Tempel

Die zwei Tempel von Ta’ Ħagrat, datierend auf 3600 – 3200 v. Chr., sind mit die ältesten Tempel auf Malta und sehr gut erhalten.

Der größere der beiden ist aus der Zeit von 3600-3200 v. Chr., während der kleinere aus der Zeit von 3300-3000 v. Chr. stammt. Die reichhaltigen Funde von Töpferware lassen darauf schließen, dass die zwei Tempel auf den Resten eines früheren Dorfes erbaut wurden. Unter den Funden dieser Stätte wurde eine einzigartige Entdeckung gemacht – ein kleines Modell eines Gebäudes aus Kalkstein.

Der größere Tempel befindet sich in der Mitte eines weiten, halbkreisförmigen Vorhofs und die bedeutende Fassade mit ihrem monumentalen Zugang wurde 1937 wiederaufgebaut. Zwei Stufen führen hinauf zu dem Haupteingang, der von enormen, aufrechten Korallenkalksteinen flankiert wird und dem Korridor. Der Korridor nach dem Eingang ist mit sorgfältig verlegten, breiten Steinblöcken gepflastert.

Kontakt: Ta' Hagrat Temples, St Peter Street, Mgarr, Malta Tel: (+356) 21586264 Fax: (+356) 21231236

 

Tarxien Tempel

Die Tempel von Tarxien gehen auf die Zeit von 3600-2500 v. Chr. zurück und sind mit ihren vier Megalithstrukturen die vielfältigste Stätte aller Tempelfunde auf Malta.

Die Tempel sind berühmt für ihre detailreichen Felsritzungen, die Haustiere in Relief darstellen, sowie Altare und Sektionen, die mit Spiralmustern und anderen Formen verziert sind. Besondere Aufmerksamkeit verdient ein Raum, der sich in der dicken Wand zwischen dem südlichen und zentralen Tempel befindet; er wurde berühmt für das Relief von zwei Stieren und einem Schwein.

Die Stätte scheint ausgiebig für Rituale genutzt worden zu sein, die wahrscheinlich auch die Opferung von Tieren beinhalteten. Tarxien ist auch deshalb so interessant, das man hier sehr gut sehen kann, wie die Tempel konstruiert wurden:  Steinrollen, die sich außerhalb des südlichen Tempels befinden, wurden wahrscheinlich zum Transport der Megalithen verwendet. Reste von Feuerbestattungen sind ebenfalls im Zentrum des südlichen Tempels zu finden, was den Schluß zulässt, dass diese Stätte auch in der Bronzezeit zur Leichenverbrennung verwendet wurde.

Kontakt: Tarxien Temples, Neolithic Temples Street, Tarxien PLA 11, Malta Tel: (+356) 21695578 Fax: (+356) 21241975


Alle Fakten und Daten zu Malta in unserem Online- Magazin Intern mit Sonderteil Leben und Arbeiten auf Malta.